Als unser Ingenieur am Standort nahe dem Vatnajökull-Gletscher eintraf, erreichten die Tagestemperaturen kaum 8°C, nachts fielen sie bis zum Gefrierpunkt, und die Meereswinde rissen Abdeckungen von den Lkw. Das ist Island — ein Ort, an dem Ausrüstung entweder einwandfrei funktioniert oder gar nicht.
Das Projekt umfasst die Modernisierung der Energieinfrastruktur in einer geothermisch aktiven Region. Die Herausforderung ist nicht nur das Wetter: Der Boden selbst ist instabil, mit ständigen seismischen Erschütterungen und aktiven Vulkanen in der Nähe. Das verlangt allen installierten Systemen extreme Widerstandsfähigkeit und Präzision ab.
Unser Ingenieur überwachte die Inbetriebnahme neuer Transformatoreinheiten und die Prüfung unserer Steuerungsmodule. Die Mission: sicherstellen, dass sich alles nahtlos in das Überwachungssystem integriert und unter realen Bedingungen standhält — einschließlich hoher Luftfeuchtigkeit, Spannungsschwankungen und anhaltender Bodenvibrationen.
Gleichzeitig arbeiteten wir eng mit lokalen Auftragnehmern zusammen. Die Lieferung der Hardware war nur ein Teil der Aufgabe — ebenso wichtig war die Anpassung an isländische Standards und Arbeitsweisen. In einem Land, in dem Dinge anders gemacht werden, ist Flexibilität entscheidend — und sie hat sich ausgezahlt.
Alle Systeme wurden getestet, die Dokumentation wurde finalisiert, und der Standort ist nun in Betrieb — er versorgt einen der nördlichsten Energieknoten Islands.
Manchmal muss man nur um 3 Uhr morgens aus einem Lkw auf schwarzen Vulkanstein steigen und zusehen, wie der eigene Transformator in einem Sturm stabil bleibt, um zu verstehen, warum Zuverlässigkeit zählt. Genau für solche Ergebnisse arbeiten wir.